Restaurant & Café Sonnenburg
Das Ausflugsziel hoch über Bad Sulza
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Sonnenburg

Der Sonne nahe

Sonnenburg 1910

Den Grundstein für die „Sonnenburg” legten die Sulzaer vor genau 103 Jahren. Heute gehört die Burgruine, so wird sie aus dem Tal wahrgenommen, ganz einfach zu Bad Sulza und ist ein Markenzeichen der Kurstadt – neben Sole, Liquid Sound, dem Wein und dem bereits fast 170-jährigen Kuren.

Die „Sonnenburg” beherrscht das Kalkplateau unterhalb der Sonnenkuppe, etwas abseits des wahrscheinlich erst 1813 entstandenen Ortes Sonnendorf. Die Lage, die Aussicht und andere Beweggründe führten die Mitglieder des 1889 gegründeten Bad Sulzaer Verschönerungsvereins zu einer Initiative, der heute die „Sonnenburg” einschließlich dem Restaurant zu danken ist. In einer Jahreshauptversammlung beschlossen die Vereinsmitglieder im Jahre 1904 vorerst den Aufstieg in einen gangbaren Zustand zu versetzen.

Sonnenburg Vorstand

Ein „Alpenfest” im August 1907 sollte ein erneuter Vorstoß sein. Noch heute ist der Mut und die damalige Begeisterung bewundernswert. Mit den Bauentwürfen sicherte sich die Apoldaer Vereinsbrauerei AG die Mitsprache in bestimmten Angelegenheiten. Die Brauerei soll, wenn alte Unterlagen und Notizen nicht täuschen, bereits im Dezember 1907 per Urkunde das Schankrecht erteilt haben. Das wurde im Dezember 2007 mit einer neuen Urkunde „100 Jahre Schankrecht” gewürdigt.

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Welche Leistungen der Verein erbrachte, ist daran zu ermessen, dass bereits im März 1908 eine feierliche Grundsteinlegung erfolgte und Monate später, im Juni, der Ausflugs- und Wirtschaftsbetrieb gesichert wurde. Obwohl das damalige Pfingstfest kein freundliches Wetter bot, schien die Sonne der Begeisterung.

Der 18.07.1908 ist dann als Endtermin der feierlichen Eröffnung in die Geschichte eingegangen. Dem längere Zeit tätigen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Bad Sulza, Ernst Kaiser, wurde anlässlich des 25. Jubiläums über der Tür des Eingangs eine Gedenktafel gewidmet, die noch heute von dem Bemühen des Vereins kündet.

Gedenktafel

In den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde es sehr ruhig um das schöne Ausflugsziel. Unter Verantwortung des damals größten Strickwarenbetriebes in der Region TOA nahm die „Sonnenburg” einen beachtlichen Aufschwung und erfreute sich eines lebhaften Besucherstroms. Mit der Wende 1989 kam auch dieses Objekt in die Abwicklungsphase. Eine ganz wichtige Forderung in der Zeit blieb aber, den öffentlichen Gaststättenbetrieb zu erhalten. Die Stadt Bad Sulza selbst trat auf den Plan und forderte ihre Rechte ein – beantragte die Rückführung der „Sonnenburg”.

Schließlich blieb die TO Strickmoden AG Besitzer. Erster Pächter wurde Constantin Papageorgiou. Viele Jahre brachte der gastronomische Chef Guido Walzog (seit 1997) mit seinem Konzept wieder Bewegung in die ehrwürdigen Mauern. Ritteressen und Speisen vom Heißen Stein gehören zum Angebot, wie auch Familienfeiern gern angenommen werden. Die aktuellen Veränderungen: Margit Scheffel, längst im Raum Dornburg als kompetente und langjährig in der Hotellerie und Gastronomie tätige Unternehmerin bekannt, bewarb sich um die „Sonnenburg” und erhielt den Zuschlag. Sie tritt als neue Eigentümerin die Nachfolge an und bewirtschaftet seit Februar 2008 das traditionsreiche Haus hoch über Bad Sulza. Ein kleine Einweihungsfeier für geladene Gäste fand am 31.01.2008 hoch über Bad Sulza statt. Infos und Anmeldung Tel. 036461/20416

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Und dann: Der Frühling 2008 lässt sein blaues Band wehen … und hat sich bald der Natur bemächtigt. Die Knospen bringen kaum noch Geduld auf. Bald wird das Blütenmeer der Kirschplantage die Flächen hinter der „Sonnenburg”, die Bergkuppe, in vermeintliches Schnee-Weiß hüllen. Es geht hinaus in die Natur. Und dafür bietet sich in der Toskana des Ostens besonders eine Wanderung (genügend Parkplätze sind vorhanden) zum Restaurant „Sonnenburg” an. Zum Osterfest gibt es noch eine besondere Überraschung … auch im Goethe-Gartenhaus im Wunderwald.

Auszug aus “Der Mittelständler” Feb 2008

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Das Grenzproblem der Sonnenburg oder Wen die Götter lieben, den … prüfen sie, sagt eine alte Spruchweisheit. Demzufolge muß die Sonnenburg, ihrem Namen gemäß, ein geliebtes Götterkind sein! Und in der Tat liegt sie ja einmalig schön über dem Tal der Ilm, wohlmeinende Eltern und fördernde Paten begleiteten ihre ersten Jahre, so daß man mit Fug und Recht davon hätte ausgehen dürfen, daß sich hier eine blendende Zukunft entfaltet. Aber! Aber? Ja, aber! Wo Glück sich ankündigt und die Sonne strahlt, da sind Mißgunst und Neid nicht fern. Beiden Charaktereigen-schaften ist gemeinsam, daß nur wenige sie besitzen müssen, um vielen das Leben schwer zu machen; es ist wie mit dem Tropfen Essig, der hundert Liter guten Weines verderben kann. Was das mit dem Grenzproblem der Sonnenburg zu tun hat? Gemach!

1908 wurde die Sonnenburg als Gaststätte im Gewand einer alten Burgruine innerhalb weniger Monate errichtet und bereits zum 18. Juli von zahlreichen Honoratioren Bad Sulzas eingeweiht. Die Pläne, auf der Sonnenkuppe ein Ausflugsziel für die zunehmende Zahl der Kurgäste zu bauen, waren älter, doch fand man lange keine verfügbaren Grundstücke.

Nun, 1908, umfaßte der Grundbesitz rund 15.000 Quadrat-meter Boden, nämlich die heutige Parzelle sowie die südlich und südöstlich angrenzenden Grundstücke. Diese befinden sich heute in fremden Händen, was für unser Thema von besonderer Bedeutung ist. Damals nämlich, als noch alles in einer Hand war und die östlich angrenzende Salinensociëtät als Mitglied der Verschönerungsvereins gutwillig das Gedeihen der Sonnenburg fördern wollte, damals war man sich einig und baute die Burg so, daß sie den gedachten Zwecken einer offenen wie auch Wettergeschützten Gastronomie bestens dienen würde.

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Niemand beachtete es, ob der Verschönerungsverein als Bauherr sich innerhalb seines Eigentums an irgendwelche Parzellengrenzen hielt. Und auch „die Saline“ als eine der treibenden Kräfte sah stillschweigend zu, als im Bereich der Ostterrassen und des Lindenplatzes mit dem Mörser eine Überbauung der Sonnenburg auf ihren Grund und Boden stattfand. Im Gegenteil: Auf eben diesen „überbauten“ Flächen ließen sich die hohen Herrschaften stolz ablichten und für alle Zeit verewigen!

In den Folgejahren stellte sich heraus, daß mit den Kriegs- und Notzeiten auch für die Sonnenburg schwere Tage angebrochen waren. Sie entwickelte sich nicht annähernd so gut, wie man erhofft hatte. Es kam dann die Teilung Deutschlands, später der Zusammenschluß von West- und Mitteldeutschland. Und zwischendurch erlebte die Sonnen-burg mehrere Eigentümerwechsel.

Der für unser Grenzproblem entscheidende Fehler aber geschah bereits 1965, als die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Sulza beschloß, die Sonnenburg dem Volkseigenen Betrieb (VEB) Baustoffkombinat Sömmerda zu übereignen. Was man nicht so genau nahm war, daß Bad Sulza die Sonnenburg nur treuhänderisch verwaltete. Ärger noch: Man übergab gar nicht den gesamten Grundbesitz an den VEB, sondern behielt, wenig „treu“, einen Gutteil der Flächen für sich. Erst hierdurch entstand, ob wissentlich oder aus Unachtsamkeit, das Problem, daß ehedem legal errichtete Teile der Sonnenburg plötzlich nicht mehr auf dem übergebenen Sonnenburggrundstück lagen!

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Tatsächlich war die Sonnenburg ja 1908 errichtet worden, um einen wirtschaftlich selbsttragenden gesunden Bewir-tungsbetrieb für die Gäste der aufstrebenden Badestadt anzubieten. Diesem Zweck dienten die Innenräume, der Innenhof und, versteht sich, auch die Außenterrassen, die damals auch nur vom Gebäude her zugänglich waren. Für jene Kurgäste, die kostenlos den herrlichen Blick ge-nießen wollten, gab es den heute noch erkennbaren Aussichtspunkt ganz oben auf der Sonnenkuppe.

Irgendwann in der Nachkriegszeit hat die Stadt Bad Sulza oder einer der Betreiber entlang des „Colonnadengebäudes“ auch einen äußeren Zuweg zum Aussichtspunkt angelegt, doch dienten der Aussichtspunkt selbst und die davor liegenden kleinen Terrassen weiterhin der Sonnenburg.

In dieser aktuellen Gestalt und Nutzung erwarb die heutige Eigentümerin, Margit Scheffel, den Grundbesitz von der vorigen Eigentümerin, der TO Apolda. Zur Sicherung der Außenbereiche wurden die Geländer auf ihre Kosten erneuert. Aus Betriebs- und Versicherungsgründen sowie zur Wahrung der alten Rechte wurde der Zugang wieder im alten Sinne geregelt, also in Abhängigkeit vom Wirtschaftsbetrieb der Sonnenburg und zum Schutz ihrer zahlenden Gäste.

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Es würde hier zu weit führen, wollte man die komplizierten Rechtsfragen rund um sogenannte Überbauten (für Interessenten: § 912 BGB) näher erörtern. Es reicht, zu wissen, daß der Überbau, wenn er mit Wissen oder längerer Duldung des Nachbarn geschah, dem Überbauer mit allen Rechten und Pflichten gehört, und zwar unabhängig davon, wer im Grundbuch steht. Diese klare Regelung des Bürgerlichen Gesetzbuches dient dem Rechtsfrieden und soll verhindern, daß Grenzprobleme, die sich erst später ergeben, durch unfreundliche Erben zum Ärgernis werden. Ob sie durch Neuvermessung entstanden oder dadurch, daß sie lange geduldet bzw. bewußt vereinbart wurden, ist dabei unerheblich.

Myrion, im März 2013

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12.00 Uhr bis 17.00 Uhr 

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Mittwoch – Sonntag
12.00 - 17.00 Uhr 

Feiertags
12:00 - 18:00 Uhr

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Bei Voranmeldung ab 10 Personen
oder Familienfeiern verlängerte Öffnungszeiten

Tel: 036461- 20416 
Handy: 0157-8558 8882
Fax: 036461- 87693

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Sonnenburg

Auf hohem Berge, sonnbeschienen,
will diese Burg dem Gaste dienen,
ihm Wohlgefühl bereiten.

Sie bietet ihm Getränk’ und Speisen
zu angemessen guten Preisen
und zu vernünftigen Zeiten.

Auch bieten Berg und Burg den Gästen
rings einen Augenschmaus vom Besten
im Nahen und im Weiten.

Im breiten Land, im hübschen Tale,
wo flirrend fließt die Ilm zur Saale,
lasst euren Sinn euch leiten!

Ihr seht den Segen guter Taten,
wie recht Gewolltes gut geraten
zum Frieden der Gebreiten.

Nehmt alles Schöne tief hinein
in euer Fühlen, euer Sein,
mögt fröhlich talwärts schreiten!

Die Sonnenburg, auf Fels gebaut,
so, wie sie friedlich nach euch schaut,
steh Frieden ihr zur Seiten!

Myrion, IX/MMIX